Blickt man auf die Programme der deutschen Theaterlandschaft, so kann man nur abwinken. So weit das Auge reicht, politische Infiltration, Linksfaschismus at work und Appeasement an die Steuergeldgeber. Kein größeres Theater in Deutschland kann finanziell auf eigenen Beinen stehen. Alle hängen am Tropf der öffentlichen Haushalte und Sponsoren. Vorbei die Zeiten, wo ein Georg Friedrich Händel nicht nur Jahrhundertwerke komponierte, inszenierte und aufführte, sondern damit auch noch Geld verdiente. Kein Hund in der Entwicklungsgeschichte der Lebewesen ist so groß wie der, auf den die sogenannten „Kulturschaffenden“ in Deutschland heute gekommen sind. Der Grund ist einfach: Finanzielle Erpressbarkeit bis zum Geht-nicht-mehr. Jedes Jahr zittern die Kulturisten, ob ihre Gelder gekürzt oder umgeleitet werden (der rausgemobbte Berliner Kultursenator kann Auskunft geben) und jedes Jahr bieten sie eine Programmgestaltung auf, die den Ministern, Ratsherren und -damen doch bitte, bitte, bitte frommen möge. Evident, dass stets etwas Neues gegen die AfD gespielt werden muss – egal, ob die Drehbücher von „Corruptiv“ oder angeblichen Kämpfern gegen Rechts stammen – Hauptsache die Theaterleute agieren als 5. Kolonne gegen die Pfründekonkurrenz der aktuellen Mandatsinhaber. 

Thalia wollte die Politiker mit einer hingabevollen Anti-AfD-Veranstaltung günstig stimmen

Ein Musterbeispiel an Unterwürfigkeit, Selbstaufgabe und masochistischem Verzicht auf jede freiheitlich-künstlerische Regung bot das Ensemble des Hamburger Thalia-Theaters, das allein aus der Stadtkasse rund 30 Millionen Euro jährlich erhält, mit einem mehrtägigen „Prozess gegen Deutschland“, der ein AfD-Verbot promovieren sollte. Ein fast volles Haus mit 1.000 Sitzplätzen und eine pseudogerichtliche „Verhandlung“ gegen die Partei wurden in Stellung gebracht. Aber auch im Polittheater mit handverlesenen Leuten kann nicht alles vorhergesehen werden. Das hat man schon 1933-45 und in der DDR beklagt, als das Publikum an den „falschen“ Stellen zu laut klatschte. In Hamburg war ausgerechnet der letzte Redner des Tages die Granate, die im Rohr des Regisseurs stecken blieb und es krepieren ließ. Harald Martenstein, seines Zeichens bekannter Kolumnist, hielt eine Jahrzehnt-Rede zur Verteidigung von Demokratie und Grundrechten, die das grün-linke Publikum förmlich erstarren ließ. Der Blick in die konsternierten Gesichter auf den Plätzen war fast so aufschlussreich wie Martensteins Worte. Dem linksfaschistisch angehauchten Publico gab er anhand brutaler geschichtlicher Parallelen zu verstehen, dass es die Demokratie nicht retten, sondern zu eigenem Vorteil abschaffen wolle. Den Mann könnte man als Richtschützen bei der Schweren Artillerie einsetzen.

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