Die SVP nimmt kein Blatt vor den Mund: Die Ablehnung der Goldinitiative sei nichts weniger als ein politischer Bumerang, der jetzt mit voller Wucht zurückschlägt – wie die SVP in ihrem Editorial berichtet (Quelle: svp.ch). Während die Parteiführung nüchtern erklärt, was auf dem Spiel stand, versuchten die Kantone offenbar, den schnellen Zugriff auf zusätzliche Mittel zu sichern. Das Resultat: Ein Eigentor von historischem Format.

Statt die Nationalbank zu stärken und Stabilität zu sichern, wollten einige Regionalfürsten weiterhin auf sprudelnde Ausschüttungen setzen – Geld, das sie längst fest eingeplant hatten. Die Goldinitiative hätte dem wilden Finanzhunger einen Riegel vorgeschoben. Dass sie scheiterte, wird nun genau zur Gefahr, vor der die SVP jahrelang gewarnt hat: Wenn die Ausschüttungen wegbrechen, stehen dieselben Kantone plötzlich mit langen Gesichtern da und müssen sich erklären.

Wer geglaubt hat, man könne die Bilanz der Nationalbank wie einen Selbstbedienungsladen behandeln, bekommt jetzt die Quittung. Die SVP spricht von einem „Schuss ins eigene Knie“ – und es sieht ganz danach aus, als würde dieser Treffer noch lange nachhallen.

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