Nein, es waren keine Meteoriten, die gezielt in die Werke einschlugen. Auch keine russischen Raketen. Die Abschussrampen stehen in Brüssel und Berlin.
Die Autoindustrie wird abgewrackt
Bis 2040 könnten in Europas Automobilproduktion 726.000 Arbeitsplätze verschwinden. Schon bis 2030 stehen 375.000 Stellen auf der Kippe. Das ist keine Naturkatastrophe. Das ist politisch bestellter Niedergang.
Deutschland trifft es besonders hart. Hier hängen ganze Regionen an Volkswagen, Mercedes, BMW, Porsche und ihren Zulieferern. Wenn ein Werk schließt, verliert nicht nur der Mann am Fließband seine Arbeit. Auch Werkzeugbauer, Gießereien, Speditionen, Handwerker, Bäcker und Gastwirte verlieren ihre Kunden.
Aus einem geschlossenen Werk wird schnell eine verarmte Stadt.
Millionen hängen mit am Haken
An einem Arbeitsplatz in der Autoindustrie hängen weitere Stellen in der Lieferkette. Fallen Hunderttausende Industriearbeitsplätze weg, geraten Millionen Existenzen unter Druck. Familien verlieren ihr Einkommen. Kommunen verlieren ihre Steuern. Sozialkassen verlieren ihre Beitragszahler. Dafür gewinnen die Arbeitsagenturen neue Kunden. Wenigstens eine Branche wächst noch.
Die Regierung wird den Betroffenen anschließend Umschulungen anbieten. Der Motorenbauer darf dann lernen, wie man Altenpfleger wird oder Anträge für Bürgergeld ausfüllt.
Berlin legt selbst Feuer
Das Verbrenner-Aus, unbezahlbare Energie, CO2-Abgaben und immer neue Vorschriften treiben die Industrie aus dem Land. Brüssel nennt das Transformation. Berlin nennt es Fortschritt. Der Arbeiter nennt es Kündigung.
Während China neue Autofabriken baut, diskutiert Deutschland über die korrekte Länge von Ladekabeln. Während andere Staaten ihre Industrie schützen, wird die deutsche Wirtschaft mit Gesetzen, Verboten und Abgaben beschossen. Kein Konkurrent hätte Deutschland so gründlich schwächen können wie die eigene Regierung.
Die Chemie flieht
Auch die Chemieindustrie steckt tief in der Krise. Anlagen werden stillgelegt. Investitionen wandern ab. Unternehmen bauen Stellen ab, weil Energie und Produktion in Deutschland zu teuer geworden sind. Auto, Chemie und Maschinenbau waren einst das Rückgrat des Landes. Die Politik schraubt nun an allen Wirbeln gleichzeitig und erklärt dem Patienten, er müsse beweglicher werden.
Das ist kein Umbau. Das ist industrielle Selbstverstümmelung.
Weniger Industrie bedeutet weniger Löhne, weniger Steuern und weniger Beiträge zur Rentenversicherung. Gleichzeitig sollen immer mehr Rentner, Arbeitslose und Sozialempfänger finanziert werden. Wer die Industrie zerstört, zerstört deshalb auch die Grundlage der Renten, der Krankenversicherung und des Sozialstaates.
Geld wächst nicht in Ministerien. Es wird in Betrieben verdient. Wenn die Werkhallen leer stehen, bleiben irgendwann auch die Staatskassen leer. Dann wird Berlin wieder eine Expertenkommission einsetzen. Diese wird nach langer Beratung feststellen, dass die Deutschen zu viel kosten.



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