Die Initiative „Demo für Alle“ warnt vor einem neuen EU-Vorstoß, der Abtreibungen quer durch Europa indirekt fördern und finanzieren könnte. In einem aktuellen Beitrag heißt es, die Europäische Kommission werde am Mittwoch, 25. Februar 2026, über die Europäische Bürgerinitiative „My Voice, My Choice“ entscheiden.
Worum geht’s? Die Initiative fordert einen „Solidaritätsmechanismus“, über den EU-Gelder für Abtreibungenbereitgestellt werden sollen – ausdrücklich auch für Frauen aus Ländern, in denen Abtreibungen gesetzlich eingeschränkt sind. Kritiker sprechen von einem politisch gewollten Umweg: Erst wird Geld umgeleitet, dann wird Druck auf nationale Gesetze aufgebaut – und am Ende finanziert Brüssel faktisch einen EU-weiten Abtreibungstourismus.
Brisant ist das Ganze auch deshalb, weil die EU hier erneut auf ein Feld drängt, das eigentlich Sache der Mitgliedsstaaten ist. Doch wer das Spiel der Institutionen kennt, weiß: Selbst wenn formell „nur“ eine Initiative geprüft wird, laufen im Hintergrund längst die politischen Hebel.
„My Voice, My Choice“ hat nach Angaben der Gegner im vergangenen Jahr rund 1,1 Millionen Unterschriftengesammelt und damit die nötige Million knapp überschritten. Zudem hatte das Europäische Parlament am 17. Dezembereine Resolution zur Unterstützung verabschiedet – rechtlich unverbindlich, politisch aber ein klarer Fingerzeig: Die Kommission soll liefern.
Lebensschutz-Organisationen halten dagegen – und erinnern dabei auch an eine unbequeme Vergangenheit: Die Bürgerinitiative „One of Us“ sammelte einst sogar über 1,7 Millionen Unterschriften für den Lebensschutz, wurde aber 2014 von der EU-Kommission abgewatscht – aus Sicht der Unterstützer ohne überzeugende Begründung. Damals: Abfuhr. Heute: Rückenwind – allerdings für die Gegenseite.
Jetzt läuft die Uhr. Wer nicht will, dass Brüssel am Ende Geld in ein System pumpt, das nationale Schutzregelungen aushebelt, soll in den letzten Tagen vor der Entscheidung Druck machen.
Hinweis: Die Kampagnenseite, über die man mit wenigen Klicks eine E-Mail an EU-Kommissionsmitglieder schicken kann, findet sich hier: https://noabortiontourism.eu/de/act-now/



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