Humanoide Roboter auf dem Schlachtfeld sind keine ferne Science-Fiction mehr. Das US-Unternehmen Foundation Future Industries hat zwei Maschinen vom Typ Phantom MK-1 in die Ukraine geschickt. Dort sollen sie gemeinsam mit dem Militär unter realen Einsatzbedingungen getestet worden sein – zunächst für Logistik und Aufklärung, wie Militarnyi berichtet.
Doch beim Tragen von Material soll es offenbar nicht bleiben. Firmenchef Sankaet Pathak erklärte gegenüber Wired, Foundation erkunde bereits „kinetische Dinge“. Gemeint sind Waffenfähigkeiten. Einzelheiten nannte er nicht, eine Präsentation könne aber in den kommenden Monaten folgen.
Brisant ist die politische Verbindung: Eric Trump ist seit Anfang 2026 Investor und Chefstratege des Unternehmens. Zugleich steigert die Regierung seines Vaters die Verteidigungsausgaben erheblich. Die Washington Post verweist auf mögliche Interessenkonflikte rund um die Verteidigungsinvestitionen der Trump-Söhne. Foundation betont, Aufträge würden aufgrund eigener Leistung vergeben.
Mit AMD arbeitet Foundation nun am Nachfolger Phantom MK-2. Nach einem Reuters-Bericht soll im Oktober eine Fabrik eröffnen, die bis zu 5.000 Roboter im Jahr bauen kann. Ein weiterer Standort mit einer Kapazität von 50.000 Maschinen jährlich ist bereits geplant. Militärmodelle sollen rund 300.000 Dollar pro Stück kosten.
Noch ist der Phantom MK-1 weit vom Terminator entfernt. Er kann etwa 20 Kilogramm tragen, ist nicht wasserdicht und hält mit einer Akkuladung nur zwei bis drei Stunden durch. Auf heutigen Schlachtfeldern sind robustere Rad- und Kettenroboter meist überlegen, ordnet TechRadar ein.
Beängstigend ist deshalb nicht, dass morgen eine fertige Roboterarmee marschiert. Beängstigend ist die offen benannte Richtung: vom Lastenträger zum bewaffneten humanoiden System – verbunden mit Fabriken für Zehntausende Maschinen. Wer im Ernstfall über Leben und Tod entscheidet, bleibt dabei bislang unbeantwortet.
Ausgangspunkt der Recherche war ein Bericht von n-tv.



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