Statt für einen reibungslosen Ablauf auch während der Hitze zu werben, übt sich die Deutsche Bahn in bedingungsloser Kapitulation. Wie t-online berichtet, dürfen Kunden Tickets für die Tage bis 30. Juni kostenlos stornieren, weil die Bahn die extreme Hitze nicht mehr stemmen kann. Eine Schande.
Die DB gibt offen zu, dass Schienen, Weichen, Signale und Oberleitungen unter der Sonneneinstrahlung zusammenbrechen. Statt endlich die marode Infrastruktur in einen Zustand zu bringen, in dem sie auch bei 35 oder 40 Grad funktioniert, kapituliert der Staatskonzern und bittet die Kunden, doch bitte zu Hause zu bleiben. Das ist der Offenbarungseid eines Systems, das jahrzehntelang kaputtgespart und ideologisch zerlegt wurde.
Statt Wasserflaschen an Bahnhöfen zu verteilen und „Rücksichtnahme“ anzumahnen, sollte die Bahn endlich liefern, wofür sie milliardenschwere Zuschüsse kassiert: zuverlässigen Verkehr – bei Hitze, bei Kälte, bei Regen. Stattdessen wird der Kunde zum Störfaktor erklärt, der besser zu Hause bleiben soll, damit das marode Netz nicht vollends zusammenbricht.
Diese Hitze-Sonderkulanz ist keine Kulanz. Es ist das offizielle Eingeständnis des Versagens. Die Deutsche Bahn hat sich selbst aufgegeben. Und der Steuerzahler darf weiterhin die Zeche für diese Inkompetenz bezahlen.
Ein Staatsbetrieb, der bei sommerlichen Temperaturen die weiße Fahne hisst, hat seine Daseinsberechtigung verwirkt. Deutschland auf dem Abstellgleis – buchstäblich.







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