Der Wetterbericht für Deutschland ist eine wahre Katastrophe

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Karikaturhafte Wetterkarte Deutschlands mit Regen, Hitze und Thermometer
Karikatur: Deutschlands Wetter zwischen Jackenpflicht und Bratpfanne.

Neun Monate kalt, drei Monate Sommer und davon drei Wochen zu heiß. Deutschland bekommt das Wetter nicht geliefert, sondern hingeworfen. Wer das gerecht findet, kennt nicht die Segnungen wahrer Planwirtschaft.

Neun Monate Jackenpflicht

Der deutsche Wetterbericht ist inzwischen eine Zumutung in Fortsetzungen. Man schaut morgens aufs Handy und weiß schon vor dem ersten Kaffee, dass es wieder nichts wird. Regen möglich. Wind möglich. Kälte möglich. Gute Laune eher unwahrscheinlich.

Es fing im Oktober an. Da sagte man noch, es sei eben Herbst. Im November wurde daraus ein nasser Lappen über dem Land. Im Dezember dachte man an Heizkosten. Im Januar, Februar und März blieb es ungemütlich. Nicht dramatisch genug für eine Sondersendung, aber ausreichend, um jeden Spaziergang wie eine kleine Prüfung wirken zu lassen.

Dann kamen April und Mai. Früher waren das Monate, in denen man wenigstens so tun konnte, als beginne das Leben draußen wieder. In diesem Jahr stand man morgens vor dem Kleiderschrank und wusste nicht, ob man zum Bäcker oder zur Polarexpedition wollte.

Dann kam die Bratpfanne

Und dann passiert das Übliche. Erst friert man monatelang vor sich hin, dann wird plötzlich der große Ofen eingeschaltet. Mitte Juni steht Deutschland da wie ein vergessenes Schnitzel in der Pfanne. Eben noch Schal, jetzt Schweiß. Eben noch Heizung, jetzt Ventilator.

Das ist die eigentliche Gemeinheit. Die Wärme kommt nicht gleichmäßig verteilt. Sie kommt in einem Paket. So, als hätte jemand neun Monate lang gespart und dann alles an einem Wochenende verprasst.

Gegen Sommer hat niemand etwas, gegen Sonne auch nicht. Aber Deutschland bekommt sie oft in der falschen Dosierung. Erst zu wenig, dann zu viel. Dazwischen ein paar Tage, an denen man glaubt, jetzt werde es endlich normal. Genau dann dreht der Wetterbericht wieder am Rad.

Die Honigrechnung

Nehmen wir nur die richtig heißen Tage. Drei Wochen über 30 Grad. Würde man diese überschüssige Hitze auf die kalten Monate verteilen, wäre allen geholfen. Der Winter wäre etwas milder. Der Frühling käme nicht mehr mit Wollsocken daher. Der Juni müsste nicht so tun, als sei Deutschland versehentlich nach Nordafrika verschoben worden. Alles wegen Klima und so.

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