Christenverfolgung: Gatestone dokumentiert Gewalt, Entführungen und staatliches Wegsehen

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Symbolbild: Beschädigter Kirchenraum nach einem Angriff
Symbolbild: Beschädigter Kirchenraum nach einem Angriff.

Der neue Monatsbericht des Gatestone Institute zur Christenverfolgung im März 2026 liest sich wie ein düsterer Gegenentwurf zur westlichen Selbstberuhigung. Während in Europa gern über Vielfalt, Toleranz und Dialog gesprochen wird, werden Christen in vielen Teilen der Welt ermordet, verschleppt, zwangsverheiratet, aus Kirchen vertrieben oder von Behörden im Stich gelassen.

Gatestone verweist eingangs auf Aussagen von Erzbischof Ettore Balestrero, dem Ständigen Beobachter des Heiligen Stuhls bei den Vereinten Nationen. Demnach seien weltweit fast 400 Millionen Christen Verfolgung oder Gewalt ausgesetzt. Für 2025 nennt er fast 5.000 Christen, die wegen ihres Glaubens getötet worden seien. Das wären im Schnitt 13 Tote pro Tag.

Der Bericht listet für März zahlreiche Fälle auf. In Nigeria sollen mutmaßliche Fulani-Milizen und Boko-Haram-nahe Bewaffnete christliche Dörfer und Feiern angegriffen haben. In Plateau und Kaduna sei es rund um Palmsonntag zu koordinierten Angriffen gekommen. Gatestone nennt dutzende Tote, darunter Männer, Frauen und Kinder. In Chibok County sei ein überwiegend christliches Dorf angegriffen worden, Häuser seien niedergebrannt und Bewohner getötet worden.

Auch die Demokratische Republik Kongo taucht im Bericht mehrfach auf. Dort verweist Gatestone auf die Allied Democratic Forces, die nach Angaben von International Christian Concern nicht nur Gebiete kontrollieren, sondern Nichtmuslime töten und Menschen zur Annahme islamischer Regeln zwingen wollten. Seit Weihnachten 2024 soll die Gruppe nach diesen Angaben Hunderte Christen getötet haben. Genannt werden Angriffe auf Krankenhäuser, Kirchen und Arbeitsstätten.

Besonders hart fällt der Blick auf Pakistan aus. Gatestone berichtet von christlichen Arbeitern, die gefoltert oder getötet worden sein sollen, von mutmaßlich fingierten Selbstmorden und von Polizeigewalt. Dazu kommt der Fall der 13-jährigen Maria Shahbaz: Ein pakistanisches Gericht habe entschieden, dass sie bei dem muslimischen Mann bleiben müsse, der sie laut Darstellung ihrer Familie entführt und zur Konversion gezwungen habe. Die Richter hätten Dokumente zum Alter des Mädchens zurückgewiesen und ihre Ehe als gültig betrachtet.

In Ägypten beschreibt Gatestone die Entführung und Zwangskonversion koptischer Mädchen und Frauen als wiederkehrendes Muster. Angehörige berichten demnach von Manipulation, Druck, sexueller Erpressung und Behörden, die nur halbherzig oder gar nicht eingreifen. In Indonesien wiederum sei eine Kirche daran gehindert worden, ein undichtes Dach zu reparieren, obwohl die Gemeinde seit Jahren registriert ist und ihre Unterlagen vorgelegt habe.

Der rote Faden ist nicht nur offene Gewalt. Es ist das Zusammenspiel aus religiösem Extremismus, sozialem Druck, schwachen Behörden und politischem Wegsehen. Wo Christen Minderheit sind, werden sie in vielen Regionen nicht als gleichberechtigte Bürger behandelt, sondern als leichte Beute. Wo sie Opfer werden, verschwindet ihr Leid oft hinter diplomatischen Formeln.

Für den Westen ist dieser Bericht unbequem. Er zeigt, dass Christenverfolgung kein Randthema frommer Organisationen ist, sondern eine massive Menschenrechtsfrage. Wer überall Minderheitenschutz predigt, aber beim Leid der Christen schweigt, betreibt keine Humanität, sondern selektive Empörung.

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