In Hamburg-Wandsbek eskalierte am Donnerstagabend ein Streit vor einem persischen Restaurant – ein Mann wurde erstochen, die Polizei musste mit rund 20 Streifenwagen eine Klinik schützen. Wie die BILD und weitere Medien berichten, kam es gegen 21.39 Uhr zu einer Auseinandersetzung zwischen zwei Männern, die hinter dem Lokal in der Hammer Straße in einer tödlichen Messerattacke endete.
Nach bisherigen Erkenntnissen verlagerte sich der Streit aus dem Restaurant nach draußen. Dort zog einer der Beteiligten ein Messer. Das Opfer – laut „Hamburger Morgenpost“ der Restaurantbesitzer – wurde schwer verletzt. Angehörige brachten ihn ins Krankenhaus Wandsbek, doch in der Nacht starb der Mann an seinen Verletzungen.
Was dann folgte, zeigt, wie explosiv die Lage war: Zahlreiche Familienmitglieder strömten in die Klinik, offenbar um zu dem Verstorbenen zu gelangen. Die Polizei rückte mit einem massiven Aufgebot an, sicherte Eingänge und musste die Situation unter Kontrolle bringen. Ein Kriseninterventionsteam kümmerte sich um die Angehörigen, während draußen Streifenwagen Stoßstange an Stoßstange standen.
Die Mordkommission hat die Ermittlungen übernommen. Der mutmaßliche Täter ist mit einem Fahrzeug auf der Flucht. In Hamburg und Umgebung läuft eine Großfahndung.
Ein weiterer Messer-Toter, ein weiterer Großeinsatz, eine weitere Nacht, in der Blaulicht die Straßen beherrscht. Die Bürger erleben immer häufiger, dass selbst ein Restaurantbesuch tödlich enden kann – und dass Krankenhäuser plötzlich zum Brennpunkt eskalierender Konflikte werden.



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