Auf X machen zahlreiche Postings auf einen Fall aufmerksam, der zeigt, was hinter der glänzenden KI- und Cloud-Fassade von Big Tech stehen kann: In Georgia klagen Anwohner über Wasserprobleme, Vibrationen, Stromausfälle und Häuser, die unter der Nähe zu riesigen Datenzentren leiden sollen. Im Zentrum der Kritik steht ein Meta-Datenzentrum, also jener Konzernapparat, mit dem Mark Zuckerberg Milliarden verdient.
Auch Tom’s Hardware berichtete bereits über Beschwerden aus Morgan County. Demnach soll sich das Trinkwasser von Anwohnern nach dem Bau eines Meta-Datenzentrums sichtbar eingetrübt haben. Bei einer Anhörung in Washington wurden sogar Gläser mit schmutzigem Wasser gezeigt. Die US-Umweltbehörde EPA habe daraufhin eine Prüfung zugesagt.
Die betroffenen Familien leben nicht in einer Metapher, sondern mit tropfenden Hähnen, trübem Wasser und der Sorge, dass ihre Brunnen und Leitungen für den Hunger der Serverhallen geopfert werden. Während die Tech-Konzerne ihre Rechenzentren als Infrastruktur der Zukunft verkaufen, bekommen die Anwohner die Gegenwart serviert: weniger Wasser, mehr Lärm, mehr Belastung, mehr Unsicherheit.
Georgia ist dabei kein Einzelfall. People berichtete über Fayette County, wo Anwohner über niedrigen Wasserdruck klagten und später bekannt wurde, dass ein Datenzentrum von QTS fast 30 Millionen Gallonen Wasser verbraucht hatte, ohne korrekt abgerechnet worden zu sein. Das Unternehmen sprach von einem Abrechnungsproblem. Für die Bürger bleibt der Eindruck: Die Großen saugen, die Kleinen wundern sich über den leeren Hahn.
Genau hier zerfällt die grüne PR der Tech-Giganten. Nach außen reden sie von Nachhaltigkeit, Klima, Innovation und Verantwortung. Vor Ort entstehen gigantische Beton- und Serverblöcke, die Wasser, Strom und kommunale Infrastruktur verschlingen. Die Gewinne fließen nach oben, die Nebenwirkungen bleiben bei den Gemeinden.
Für normale Bürger gelten Sparappelle, Duschzeiten, Wasserverbote und Strompreis-Schock. Für Big Tech werden Leitungen gelegt, Genehmigungen erteilt und ganze Regionen an die Bedürfnisse der digitalen Maschinerie angepasst. Das ist keine Zukunftspolitik, sondern Konzernherrschaft mit freundlicher Nachhaltigkeitsbroschüre.
Der Fall Georgia zeigt, worum es wirklich geht: Daten sind das neue Gold, Wasser ist der Preis. Und wieder einmal zahlen nicht Zuckerberg, Meta oder die Investoren zuerst, sondern Familien, die einfach nur sauberes Wasser aus dem Hahn haben wollen.



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