Anschläge auf Barbershops: Drei Syrer wegen Brandstiftung in U-Haft

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Symbolbild: O24

Nach zwei Brandanschlägen auf sogenannte Barbershops in Eningen und Metzingen sitzen drei Männer in Untersuchungshaft. Wie das Polizeipräsidium Reutlingen gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft Tübingen mitteilt, ermitteln die Behörden wegen des Verdachts des versuchten Mordes und der schweren Brandstiftung.

Die Beschuldigten sind 29, 26 und 18 Jahre alt. Laut Polizei handelt es sich bei dem 29-Jährigen um einen deutsch-syrischen Staatsangehörigen, bei den beiden mutmaßlichen Mittätern um syrische Staatsangehörige. Ihnen wird vorgeworfen, am 12. März 2026 in Eningen und am 2. Mai 2026 in Metzingen Brände in zwei Barbershops gelegt zu haben.

Beim Brand in Eningen soll eine Scheibe eingeschlagen und ein Brandsatz in das Geschäft geworfen worden sein. In der Wohnung über dem Laden schliefen Bewohner. Zwei Personen wurden durch Rauchgase so schwer verletzt, dass sie ins Krankenhaus mussten. Der Schaden wurde auf rund 50.000 Euro geschätzt.

In Metzingen brannte am 2. Mai ein Friseurgeschäft in einem Wohn- und Geschäftshaus. Die Bewohner konnten das Haus rechtzeitig verlassen, verletzt wurde niemand. Der Schaden lag laut Polizei bei etwa 200.000 Euro.

Eine achtköpfige Ermittlungsgruppe kam den Männern auf die Spur. Bei Durchsuchungen am 20. Juni wurden Beweismittel beschlagnahmt, die drei Verdächtigen festgenommen und am Folgetag dem Haftrichter vorgeführt. Die Haftbefehle wurden in Vollzug gesetzt.

Zwei Brandanschläge auf Friseurläden, Verletzte durch Rauchgas, 250.000 Euro Schaden und drei syrische beziehungsweise deutsch-syrische Beschuldigte in U-Haft: Wieder ein Fall, bei dem die nüchterne Polizeimeldung schon hart genug klingt.

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