Am 30. Januar 2026 hat das US-Justizministerium (Department of Justice, DOJ) die bislang größte und wahrscheinlich letzte große Tranche von Epstein-Dokumenten veröffentlicht. Dies geschah auf Grundlage des Epstein Files Transparency Act (Gesetz von November 2025, von Präsident Trump unterzeichnet), das die weitgehende Freigabe aller relevanten Unterlagen verlangte.

Wichtige Zahlen der Freigabe vom 30. Januar 2026:

  • Mehr als 3 Millionen Seiten an Dokumenten (insgesamt inzwischen fast 3,5 Millionen Seiten inkl. vorheriger Veröffentlichungen)
  • Über 2.000 Videos
  • Ca. 180.000 Bilder/Fotos

Die Dokumente sind öffentlich einsehbar unter: https://www.justice.gov/epstein

Wesentliche Inhalte und Erwähnungen (bisherige Auswertung):

  • Viele bekannte Namen tauchen erneut oder erstmals detaillierter auf, vor allem in E-Mails, Kalendereinträgen, Fluglisten und Korrespondenz nach Epsteins Florida-Strafe 2008.
  • Häufig genannt / neue Details zu: Prinz Andrew (Mountbatten-Windsor) – hunderte Erwähnungen, anhaltende Forderungen in Großbritannien nach Aussage
  • Bill Gates, Elon Musk, Steve Bannon, Howard Lutnick (aktueller Handelsminister unter Trump) – Kontakte, geplante Treffen, Besuche auf Little St. James (z. B. Lutnick plante 2012 ein Mittagessen auf der Insel)
  • Donald Trump – sehr viele Erwähnungen (teilweise Hunderte), meist in Medienartikeln, die Epstein & Trump gemeinsam kommentierten; Trump selbst erklärte, die Akten würden ihn entlasten
  • Bill Clinton – weiterhin Erwähnungen (bereits aus früheren Veröffentlichungen bekannt)
  • Andere: ehemalige White-House-Berater, ein NFL-Mitbesitzer, Peter Mandelson u. v. m.

Weitere wichtige Punkte:

  • Neue Einblicke in frühere Ermittlungen (vor 2019), z. B. ein Entwurf einer 32-Punkte-Anklageschrift um 2007, die letztlich nicht verfolgt wurde (Non-Prosecution-Agreement)
  • Informationen zu Epsteins Haftzeit, psychologischen Gutachten und Tod
  • Einige Opfernamen sind trotz Zusagen nicht ausreichend geschwärzt → Kritik von Anwälten der Opfer
  • Viele Schwärzungen bleiben erhalten (Opferschutz, Grand-Jury-Material etc.)

Politische und rechtliche Folgen (Stand 1./2. Februar 2026):

  • Rücktritt eines hochrangigen Politikers in der Slowakei wegen Erwähnung
  • Erneute Forderungen in Großbritannien an Prinz Andrew
  • Das Justizministerium (Deputy AG Todd Blanche) erklärte die Veröffentlichungspflicht für weitgehend erfüllt → keine weiteren Anklagen geplant, Überprüfung abgeschlossen
  • Es wird erwartet, dass Journalisten und Researcher noch Wochen/Monate brauchen, um die Millionen Seiten wirklich auszuwerten

Kurz gesagt: Die „große Enthüllungswelle“ ist mit der Freigabe vom 30. Januar 2026 weitgehend abgeschlossen. Es gibt viele neue Details zu alten und neuen Verbindungen, aber bisher keine bahnbrechenden neuen Straftatbestände gegen Dritte, die zu Anklagen führen würden. Die wirklich brisanten Erkenntnisse (falls vorhanden) kommen erst durch die langsame Auswertung der gigantischen Datenmenge.

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