Die Alternative für Deutschland erhöht den Druck auf die Bundesregierung – und präsentiert nach ihrer Klausurtagung ein umfassendes Sofortprogramm für Wirtschaft, Energie und Rente. In einer Pressekonferenz machten Alice Weidel und Tino Chrupalla deutlich: Deutschland stecke in der „schwersten wirtschaftlichen Krise seit Gründung der Bundesrepublik“.
Im Zentrum steht eine massive Entlastung von Bürgern und Unternehmen. Die Partei fordert eine grundlegende Steuerreform mit einer einheitlichen Einkommensteuer von 25 Prozent. Gleichzeitig sollen hohe Freibeträge eingeführt werden – etwa 15.000 Euro pro Erwachsenem und 12.000 Euro pro Kind. Für Familien könnte damit ein großer Teil des Einkommens steuerfrei bleiben.
Auch bei den Energiepreisen setzt die AfD auf einen radikalen Kurswechsel. Energiesteuern sollen deutlich gesenkt oder ganz abgeschafft, die CO₂-Abgabe komplett gestrichen werden. Die Partei bezeichnet diese als „Luftsteuer“ und macht sie für steigende Kosten verantwortlich. Zudem fordert sie die Rückkehr zur Kernkraft sowie eine stärkere Nutzung von Kohle und Gas, um eine stabile Energieversorgung sicherzustellen.
Ein weiterer zentraler Punkt ist der Abbau von Bürokratie. Gesetze wie das Lieferkettengesetz oder das Energieeffizienzgesetz sollen gestrichen werden. Ziel sei es, Unternehmen von „planwirtschaftlichen Vorgaben“ zu befreien und Investitionen wieder attraktiv zu machen.
Auch das Rentensystem will die AfD grundlegend umbauen. Geplant ist ein Mischsystem aus Umlage und Kapitaldeckung. Langfristig strebt die Partei ein Rentenniveau von 70 Prozent an. Dafür sollen unter anderem Politiker künftig selbst in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen und private Vorsorge stärker gefördert werden.
Mit ihrem Programm sendet die AfD auch ein politisches Signal: Man sei bereit, die Vorschläge gemeinsam mit der CDU im Bundestag umzusetzen. Die Mehrheit dafür sei vorhanden – es fehle lediglich der politische Wille.
Die Botschaft der AfD ist klar: Weg von staatlicher Regulierung, hin zu Markt und Wettbewerb. Ob diese radikale Neuausrichtung realistisch ist, dürfte eine der zentralen politischen Streitfragen der kommenden Monate werden.






Kommentare
4 Kommentare
Die linksgrünen Schmarotzer und Umverteiler von fleißig nach stinkfaul machen ganze Gesellschaften kaputt, nicht nur in Deutschland.
Klingt alles sehr gut- aber- muss man umsetzen können – warten wir es ab- die Brandmauerparteien- also -alle außer AFD- werden das Land weiterhin mit links-grün-roter Ideologie zerstören- vielleicht wenn hier nur noch ein Trümmerhaufen besteht werden die Wahllemminge wach- es bleibt spannend
Ohne Austritt aus der EU sind fast alle der dort beschriebenen Maßnahmen nicht umsetzbar.
Ohne Beseitigung des Fehlers im Geldsystem können diese Konzepte nicht umgesetzt werden. Diese Fehler heißen: Konstruktive Geldumlaufsicherung statt bisherige destruktive Geldimlaufsicherung, Liquiditätsverzichtsprämien müssen der Vergangenheit angehören…