Der ADAC sorgt mit einer neuen Forderung für Empörung unter Millionen Autofahrern. Wie FOCUS Online berichtet, hält der Autoclub höhere Spritpreise für notwendig, damit die Deutschen ihre Verbrenner endlich aufgeben. Autofahren müsse teurer werden, um die Klimaziele zu erreichen und den Umstieg auf Elektroautos zu erzwingen – so die offen ausgesprochene Linie.
Ausgerechnet der größte Automobilclub des Landes argumentiert damit gegen die Interessen seiner eigenen Mitglieder. Nach Ansicht des ADAC müsse der Preisabstand zwischen Benzin, Diesel und Strom deutlich wachsen, damit E-Autos attraktiver würden. In der Praxis bedeutet das: Wer weiterhin auf einen Verbrenner angewiesen ist, soll finanziell unter Druck gesetzt werden. Pendler, Familien, Menschen im ländlichen Raum oder Handwerker – sie alle zahlen für eine ideologisch geprägte Verkehrspolitik, die kaum Rücksicht auf die Realität nimmt.
Besonders brisant ist dabei, dass selbst der ADAC einräumt, dass sich längst nicht jeder ein neues Elektroauto leisten kann. Trotzdem wird akzeptiert, dass steigende CO₂-Abgaben und künstlich verteuerte Spritpreise massive soziale Folgen haben. Statt sich für bezahlbare Mobilität, technologische Offenheit oder echte Alternativen einzusetzen, stellt sich der Club hinter das politische Ziel, Autofahren systematisch unattraktiv zu machen.
Damit entfernt sich der ADAC immer weiter von seinem ursprünglichen Selbstverständnis als Schutzorganisation der Autofahrer. Was früher als Bollwerk gegen Abzocke, Bürokratie und staatliche Bevormundung galt, wirkt heute zunehmend wie ein Erfüllungsgehilfe der Klima-Agenda. Für viele Mitglieder ist das ein Vertrauensbruch – und ein weiterer Beleg dafür, wie weit sich Funktionäre von der Lebensrealität ihrer Basis entfernt haben.
Bleibt am Ende eine Frage, die sich immer mehr Autofahrer stellen dürften: Ist man als Autofahrer bei einem anderen Automobilclub inzwischen besser aufgehoben als beim ADAC?


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