Ein Undercover-Video, das jahrelang unter gerichtlichem Verschluss lag, ist wieder im Umlauf — und es zeigt, was Planned Parenthood offenbar am liebsten niemand sehen sollte. Die Pro-Life-Aktivistin Lila Rose (Live Action) hat die Aufnahmen des Center for Medical Progress erneut geteilt: Dr. Stacy De-Lin, damalige Medical Director for Abortion Services bei Planned Parenthood New York City, unterhält sich entspannt mit einem verdeckten Ermittler über Organpreise, Abtreibungsvolumina und Methoden, die nach US-Bundesrecht schlicht illegal sind.
Das Video stammt aus dem Jahr 2015, wurde dem Kongress unter Subpoena übergeben, aber nie öffentlich freigegeben — bis Abgeordnete es über parlamentarische Wege aus dem Verschluss holten. Laut Daily Wire war es die damalige kalifornische Attorney General Kamala Harris, die 2016 mit einer Razzia auf den Laptop von CMP-Gründer David Daleiden die Aufnahmen konfiszierte — zwei Wochen nach einem Treffen mit Planned Parenthood-Führungskräften, die explizit die Beschlagnahme der Filmausrüstung gefordert hatten.
Was ist auf dem Video zu sehen? De-Lin lacht darüber, dass ihre Einrichtung Abtreibungen bis zur 24. Schwangerschaftswoche in einem Volumen durchführt, das sie selbst als „incredibly high“ beschreibt. Der Ermittler bietet ihr bis zu 1.500 Dollar pro Fötus-Leber an. De-Lin reagiert begeistert: Ein solcher finanzieller Anreiz werde „die Leute, die das genehmigen müssen, sehr glücklich machen.“ Dann sagt sie, was eigentlich niemand sagen sollte, der das Bundesrecht kennt: „We certainly do intact D&Es“ — also sogenannte Partial-Birth Abortions, bei denen das Kind teilweise entbunden wird, bevor es getötet wird. Diese Methode ist seit dem Partial-Birth Abortion Ban Act von 2003 in den USA bundesweit verboten.
Zum Vergleich, was bei einer anderen Planned Parenthood-Ärztin auf demselben Material zu hören ist: Dr. Ann Schutt-Aine von Planned Parenthood Gulf Coast erklärte, sie würde notfalls „a leg or two“ (ein oder zwei Beine) abtrennen, um technisch nicht unter die Definition einer Partial-Birth Abortion zu fallen — und damit formal im rechtlichen Rahmen zu bleiben. Der Unterschied zur De-Lin-Aussage: De-Lin sagte offen, man mache es genauso, wie es verboten ist, wie Live Action dokumentiert.
Das Bundesrecht (42 U.S.C. § 289g-2) verbietet den Verkauf menschlichen fetalen Gewebes gegen „valuable consideration“ — also gegen Geld, das über reine Transportkosten hinausgeht. Trotzdem blieben strafrechtliche Konsequenzen für Planned Parenthood aus. Stattdessen wurde Daleiden verfolgt, unter anderem mit Anklagen, die laut seinem Verteidiger Steve Cooley nie zuvor in Kalifornien in dieser Form angewandt worden waren. Das Verfahren wurde schließlich eingestellt, wie der National Catholic Register berichtete.
Wer glaubt, das sei ein Einzelfall oder eine Episode aus grauer Vorzeit, den erinnert die aktuelle Finanzlage der Organisation an das Gegenwärtige: Planned Parenthood erhielt zuletzt 832 Millionen Dollar an Steuergeldern — rund 2,3 Millionen Dollar täglich, laut The Center Square. Gleichzeitig wurden im Geschäftsjahr 2023/24 rekordverdächtige 434.450 Abtreibungen durchgeführt. Die Steuerfinanzierung ist seit 2014 um 50 Prozent gestiegen.
Lila Rose fordert die Entfinanzierung und Schließung von Planned Parenthood. David Daleiden nannte die Aufnahmen „too incriminating to explain away“ — es gebe schlicht keine Möglichkeit mehr, Geständnisse dieser Klarheit aus dem Mund hochrangiger Führungspersonen wegzureden.
Planned Parenthood selbst bestreitet, jemals Gewinn aus dem Verkauf fetalen Gewebes erzielt zu haben, und bezeichnet die CMP-Videos als manipuliert und aus dem Kontext gerissen. Der zuständige Bundesrichter William Orrick III, der die Verfügung gegen die Veröffentlichung erließ, hatte vor seiner Ernennung an der Finanzierung einer Planned Parenthood-Klinik mitgewirkt — ein Umstand, den Kritiker bis heute als Interessenkonflikt werten.
Sehen Sie das Video im Beitrag von Lila Rose: Eine Ärztin sagt auf Kamera, sie begehe eine Bundesstraftat. Eine andere erklärt, wie man dieselbe Straftat technisch umgeht. Ein Ermittler wird verfolgt. Die Organisation bekommt mehr Steuergelder denn je. Und das Video lag acht Jahre im Tresor.
Quellen: Center for Medical Progress · Live Action · Daily Wire · National Catholic Register · The Center Square






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