Deutschland erlebt einen neuen UFO-Hype. Im Jahr 2025 gingen bei der hessischen UFO-Meldestelle CENAP insgesamt 1.348 Sichtungen ein – so viele wie nie zuvor. Während in sozialen Netzwerken schnell von Raumschiffen und Alienbesuchen die Rede ist, fällt die Bilanz der UFO-Forscher deutlich nüchterner aus.

Die nun veröffentlichten Auswertungen zeigen, dass fast alle gemeldeten Objekte identifiziert werden konnten. Hinter den vermeintlichen UFOs stecken in der Regel Satelliten, Weltraumschrott, Raketenstufen, Drohnen, helle Planeten oder schlicht Vögel, die im falschen Moment ins Kamerabild geraten. Besonders Drohnen spielen laut CENAP eine immer größere Rolle, was angesichts ihrer starken Verbreitung kaum überrascht.

Zwar räumen die Experten ein, dass einzelne Fälle zunächst knifflig wirken, etwa bei unscharfen Fotos oder ungewöhnlichen Lichtmustern. Doch auch diese entpuppen sich am Ende als irdische Phänomene. Echte Hinweise auf außerirdische Technologie gibt es nicht.

CENAP-Forscher Hansjürgen Köhler erklärt, dass er es zwar für wahrscheinlich hält, dass es irgendwo im Universum anderes Leben gibt, einen Besuch auf der Erde jedoch für äußerst unwahrscheinlich. Unter den untersuchten Fällen habe es bislang keinen einzigen Beleg für Außerirdische oder fremde Raumschiffe gegeben.

Die steigende Zahl der Meldungen erklärt sich vor allem durch sensibilisierte Beobachter, bessere Kameras und eine wachsende Nervosität bei ungewöhnlichen Himmelserscheinungen. Was früher kaum beachtet wurde, landet heute sofort bei der UFO-Meldestelle oder direkt im Internet.

Unterm Strich gilt: Mehr UFO-Meldungen bedeuten nicht mehr Außerirdische, sondern vor allem mehr Technik am Himmel und mehr Fantasie am Boden.

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