In deutschen Notaufnahmen schlagen die Alarmsirenen immer häufiger an. Wie ntv unter Berufung auf das Traumaregister der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie berichtet, hat die Zahl schwerer Stichverletzungen in den letzten Jahren dramatisch zugenommen.

Binnen eines Jahrzehnts wurden 3325 Gewalttaten mit Messern erfasst – und der Trend zeigt steil nach oben. Allein zwischen 2019 und 2023 schnellten die Fälle von rund 250 auf etwa 375 hoch, ein Plus von 50 Prozent. Die Opfer: meist junge Männer um die 30, oft so schwer verletzt, dass 70 Prozent sofort notfallmedizinisch behandelt werden müssen. Acht Prozent sterben trotz aller Bemühungen der Ärzte.

Notfallmediziner warnen: Die Angriffe werden nicht nur häufiger, sondern zielgerichteter und brutaler. Stiche in Hals und Brustkorb – genau dort, wo es tödlich wird – nehmen laut Fachärzten deutlich zu. Auch die Berliner Charité meldet einen massiven Anstieg: von 37 Fällen im Jahr 2016 auf über 100 im Jahr 2024. Insgesamt wurden dort seit 2015 mehr als 500 Betroffene behandelt, viele vergeblich.

Damit hätte doch niemand rechnen können, oder?