Der Streit mit der Technischen Universität Chemnitz entwickelt sich zum Debakel für Thüringens Ministerpräsidenten Voigt. Nach Angaben der Staatskanzlei in Erfurt soll der CDU-Politiker seinen Doktortitel verlieren. Eine Regierungssprecherin bestätigte, dass Voigt gegen die Entscheidung der TU klagen will.

Der Streit um den Doktortitel von Mario Voigt nahm Anfang 2024 seinen Anfang. Zunächst kursierten anonyme Hinweise auf mögliche Plagiate in seiner Dissertation, die auf nicht oder nur unzureichend gekennzeichnete Textübernahmen hinwiesen. In den folgenden Wochen wurden die Vorwürfe konkretisiert: Vergleichende Textstellen und Quellenangaben tauchten in Blogs und sozialen Netzwerken auf und fanden schließlich Eingang in die Berichterstattung überregionaler Medien. Die zuständige Universität leitete daraufhin ein formelles Prüfverfahren ein. Voigt wies die Anschuldigungen von Beginn an zurück, sprach von einer politisch motivierten Kampagne und betonte die ordnungsgemäße Entstehung seiner Arbeit.

Nach der heutigen Entscheidung dürfte klar sein, dass die Vorwürfe wohl doch mehr Substanz aufgewiesen haben. Wird Voigt die Klage durchziehen oder sieht er dem baldigen Rücktritt entgegen?  

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