Die „Sozialen Netzwerke“ haben schon vor langer Zeit das freie Internet gekapert und machen seitdem mit dem „Teilen“ von Beiträgen Kasse, ohne dass die Urheber dafür auch nur einen Cent sehen. Wenn Privatleute freiwillig ihre Urlaubsfotos einstellen, dann ist das deren Sache, geht es um das Nutzen von Fremdinhalten – und darauf beruhen Facebook und Co.- dann hat man kaum eine Chance, dem zu entgehen. Man wird als Medienschaffender geradezu genötigt, diese Buttons anzubauen oder für Kunden Social-Media Teams zusammenzustellen, damit die eigenen Produkte für teures Geld bekannt werden, aber am Ende so gut wie keine Bestellung mehr eingeht.
Und jetzt naht wohlmöglich mit der Einführung von Klarnamenpflicht und Altersgrenzen das Ende des Hypes, der viel zu lange gedauert hat. Aber halt, auf Facebook sind doch die meisten schon längst mit ihrem echten Namen unterwegs, sonst würde das ganze kaum einen Sinn machen. Und man muss seine ID nachweisen, sonst gibt es keinen Zugang. Führen wir eine Scheindebatte?
Sogenannte Fakeprofile findet man zuhauf bei X, TikTok und so weiter, auch auf Youtube kann man reihenweise diese KI-Müll-Kanäle erstellen und die Server mit digitaler Scheisse zum Abrauchen bringen. Ich verstehe diese ganze Diskussion nicht wirklich, aber ich nutze diese Netzwerke auch nicht privat, nur beruflich und das nur notgedrungen. Ich hasse mittlerweile Youtube, Instagram und diese dämlichen Influencer mit ihren maximal sechs verschiedenen Gesichtsausdrücken. Was daran ist schützenswert oder hat mit freier Meinungsäußerung zu tun, wenn man dort einen Kommentar verfasst?
Kampf um Meinungsfreiheit?
X, wo man keineswegs anonym „unterwegs“ ist, weil der Anbieter alle Daten kennt, man sich aber mit einem Pseudonym als Freiheitskämpfer fühlen kann, zensiert auch nach der Übernahme von Elon Musk munter weiter. Dieser Raum ist nicht öffentlich. Wer sich dort äußert, bewegt sich geführt von Algorithmen im digitalen Weltenmeer, gierig nach Aufmerksamkeit, die keine ist und im schlimmsten Fall zu Hausbesuchen führt, die nicht jeder so in bare Münze umwandeln kann wie gewisse Herren im Bademantel. Merkt eigentlich niemand, was gespielt wird? Sollen wir wirklich dafür kämpfen, dass die Datenkraken weiter ihre Geschäfte mit unseren Netzaktivitäten machen? Wer predigt das denn den ganzen Tag? Ich habe keine Zeit dafür und auch kein Geld für lange Gerichtsverfahren, die nichts bringen, außer den Anwälten ihre Honorare, egal auf welcher Seite sie stehen. LM!



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