Die österreichische Regierung wirbt massiv für die Gürtelrose-Impfung – und kämpft gleichzeitig mit Engpässen beim Impfstoff. Bis Anfang April sollen 250.000 zusätzliche Impfdosen nach Österreich geliefert werden.
Hintergrund ist eine Kampagne rund um das neue kostenlose Impfprogramm, das im November 2025 gestartet wurde. Staatssekretärin Ulrike Königsberger-Ludwig spricht von „enormer Nachfrage“ und feiert das Programm als Schritt gegen eine angebliche „Zweiklassenmedizin“.
Doch genau diese Nachfrage bringt das System offenbar ins Wanken. Der Impfstoff wird nur schrittweise ausgeliefert, und Ordinationen dürfen zunächst lediglich begrenzte Mengen bestellen. Offiziell heißt es, Österreich sei vom Weltmarkt abhängig. Übersetzt bedeutet das: Die Regierung hat die Impfkampagne groß angekündigt, ohne ausreichend Vorräte sicherzustellen.
Auch der Ton der Verantwortlichen lässt aufhorchen. Vertreter der Sozialversicherung sprechen von Impfungen als „bestem Mittel zur Prävention“ und betonen deren Nutzen für das Gesundheitssystem. Kritiker sehen darin vor allem politische PR für eine immer aggressivere Impfpolitik, bei der staatliche Programme und öffentliche Kommunikation zunehmend Hand in Hand gehen.
Seit Start des erweiterten Impfprogramms wurden laut Regierung bereits rund 400.000 Gürtelrose-Impfdosen verteilt. Weitere Lieferungen sollen frühestens im Sommer folgen.
Die Botschaft der Regierung lautet: möglichst viele impfen. Doch während die Politik Impfprogramme als großen Präventionserfolg verkauft, zeigt die Realität ein anderes Bild – viel Werbung, aber begrenzter Impfstoff.




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