Wie NTV berichtet, kracht es zwischen dem US-Verteidigungsministerium und dem OpenAI-Rivalen Anthropic. Der Grund: Die KI-Firma will ihre Systeme offenbar nicht uneingeschränkt für militärische Zwecke zur Verfügung stellen.
Während Washington massiv auf künstliche Intelligenz setzt – Stichwort Drohnen, Analyse-Tools, Cyberkrieg – zieht Anthropic eine rote Linie. Das Unternehmen betont laut NTV, dass seine KI nicht für offensive Waffensysteme oder gezielte Tötungen eingesetzt werden soll. Eine Haltung, die im Pentagon offenbar nicht überall für Begeisterung sorgt.
Brisant: Die USA liefern sich mit China ein offenes Wettrennen um die Vorherrschaft bei KI-Technologien. Jede Einschränkung gilt da schnell als Sicherheitsrisiko. Wenn private Tech-Firmen plötzlich ethische Bedingungen stellen, kollidiert das mit militärischen Interessen.
Anthropic positioniert sich damit bewusst als „verantwortungsvoller“ KI-Anbieter. Doch die Frage bleibt: Wer entscheidet am Ende über den Einsatz solcher Technologien – gewählte Politiker, Generäle oder Silicon-Valley-CEOs?
Die Debatte zeigt vor allem eines: Künstliche Intelligenz ist längst keine Spielerei mehr. Sie ist Machtfaktor. Und wenn sich Konzerne und Militär öffentlich zoffen, dann geht es nicht um Moral – sondern um Kontrolle.
Am Ende steht ein altbekanntes Muster: Der Staat will Zugriff, die Tech-Elite will Bedingungen diktieren. Und der Bürger? Der darf zuschauen, wie im Hintergrund die nächste technologische Aufrüstung vorbereitet wird.



Schreibe einen Kommentar