Der US-Bundesstaat New York zwingt Social-Media-Plattformen künftig dazu, Jugendlichen staatliche Mental-Health-Warnhinweise einzublenden. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Gouverneurin Kathy Hochul verkauft das Ganze als „Kinderschutz“ – tatsächlich handelt es sich um den nächsten massiven Eingriff in digitale Freiheit und unternehmerische Gestaltung.
Betroffen sind Plattformen mit sogenannten „addiktiven Funktionen“ wie Endlos-Feeds, Autoplay oder Infinite Scroll. Also genau jene Mechanismen, auf denen das Geschäftsmodell moderner sozialer Netzwerke basiert. Der Staat entscheidet nun, welche Nutzeroberflächen als „gesund“ gelten – und welche nicht.
Wer sich nicht fügt, dem drohen empfindliche Strafen: Bis zu 5.000 Dollar pro Verstoß kann der Bundesstaat kassieren. Durchgesetzt wird das Ganze von der Generalstaatsanwaltschaft. Die Regel gilt sogar dann, wenn eine Plattform nur teilweise mit New York in Berührung kommt – eine juristische Grauzone mit enormer Sprengkraft.
Hochul vergleicht die neuen Warnlabels mit Zigaretten-Hinweisen. Die Botschaft ist klar: Social Media wird politisch auf eine Stufe mit Gift, Drogen und Erstickungsgefahr gestellt. Dass Millionen Jugendliche täglich problemlos mit digitalen Medien umgehen, interessiert dabei ebenso wenig wie die Verantwortung der Eltern.
Während Australien bereits offen über ein Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige spricht, geht New York den scheinbar „moderateren“ Weg – mit staatlich verordneten Warnhinweisen, die in Wahrheit als Einstieg in Zensur und Verhaltenslenkung dienen.
Noch halten sich Konzerne wie Meta, TikTok oder Google bedeckt. Doch klar ist: Wenn der Staat erst bestimmt, was Nutzer sehen dürfen und wie Plattformen auszusehen haben, ist der nächste Schritt nicht mehr weit – heute Warnhinweis, morgen Sperrung, übermorgen Verbot.



Folge uns!
Bleib auf dem Laufenden – folge uns auf unseren Kanälen: