LEBENSLANG FüR TOTRASER: ZWEI BRüDER VERNICHTEN ZWEI LEBEN UND DIE POLITIK SCHAUT WEITER ZU ------------------------------------------------------------ Autor: Redaktion F-News Datum: 07.04.2026 Quelle: F-NEWS URL: https://f-news.net/lebenslang-fuer-totraser-zwei-brueder-vernichten-zwei-leben-und-die-politik-schaut-weiter-zu/ ------------------------------------------------------------ Zwei junge Frauen, 22 und 23 Jahre alt. Ein Abend in Ludwigsburg. Zwei Brüder in PS-starken Mercedes-Limousinen, die sich in einer Tempo-50-Zone ein illegales Rennen liefern und ihre Wagen auf über 130 km/h beschleunigen. Als Merve und Selin mit ihrem Kleinwagen von einer Tankstelle auf die Straße einbiegen, haben sie keine Chance: Der Aufprall ist tödlich, ihr Auto wird zwischen Bäumen eingeklemmt. Einer der Täter flüchtet – er wird erst Tage später gefasst. Das Landgericht Stuttgart hat heute das Urteil gesprochen, wie Bild berichtet: lebenslange Haft für den Haupttäter wegen Mordes, 13 Jahre für seinen Bruder wegen versuchten Mordes, Bewährung für den mitfahrenden Cousin. Der Hauptangeklagte hatte im Verfahren erklärt, er sei für den Tod beider Frauen verantwortlich und sein Handeln sei durch nichts zu entschuldigen – er habe jedoch nicht vorgehabt, jemanden zu gefährden, sondern auf sein Können und die Technik seines Fahrzeugs vertraut. Gerichte nennen das bedingten Tötungsvorsatz. Im Klartext: Wer mit 130 durch eine Tempo-50-Zone rast und dabei Menschen tötet, hat das in Kauf genommen – egal was er hinterher behauptet. Laut Bild-Zeitung waren die beiden Brüder bereits mehrfach wegen Verkehrsdelikten polizeilich bekannt, ihre Akte zählt 180 Einträge. Einer von ihnen soll sich in der Vergangenheit betrunken eine Verfolgungsjagd mit der Polizei geliefert haben, bei der ihn selbst Schüsse der Beamten nicht stoppten. 180 Einträge. Und trotzdem saßen beide am Abend des 20. März 2025 wieder hinter dem Steuer. Das System hat versagt – lange bevor das Gericht urteilte Trotz aller verschärften Gesetze und Urteile registriert die Polizei wieder deutlich mehr illegale Autorennen: In Baden-Württemberg wurden 2024 insgesamt 433 Fälle gemeldet, im ersten Halbjahr 2025 bereits 293 – ein Plus von über 40 Prozent, auch bei hoher Dunkelziffer. Das Urteil von heute ändert daran vorerst nichts. Alle drei Angeklagten im Ludwigsburger Raserprozess haben türkische Staatsangehörigkeit. Nach dem Regierungspräsidium Stuttgart könnte ein Mordurteil zwar das Ende des Bleiberechts bedeuten – ein Strafurteil beende den Aufenthalt jedoch nicht automatisch. Sprich: Der Staat muss das noch wollen. Und das kostet erfahrungsgemäß Jahre. Die AfD-Fraktion Baden-Württemberg nimmt das Urteil zum Anlass für eine Pressemitteilung. Fraktionssprecher Rüdiger Klos formuliert: „Der Staat darf nicht weiter Risiken importieren und sich dann über eskalierende Zustände wundern." Er verweist auf Auswertungen in Bayern, die eine überproportionale Beteiligung von Ausländern bei verbotenen Rennen belegen sollen, sowie auf einen Berliner Praktiker, der in der Welt ein ähnliches Täterprofil beschreibe: männlich, Anfang 20, Migrationshintergrund. Seine Forderung: konsequente Kontrollen, Fahrzeugeinziehung, Migrationswende. Man muss der AfD nicht zustimmen, um festzustellen: Wer nach 180 Polizeieinträgen noch Auto fahren darf, hat nicht ein Justizproblem – der hat ein Vollzugsproblem. Merve und Selin sind tot. Das Urteil ist gesprochen. Die Frage, wie es so weit kommen konnte, bleibt unbequem offen. ------------------------------------------------------------ Dieser Artikel wurde zuerst auf F-NEWS veröffentlicht. Zweitveröffentlichung ist bei Verlinkung zur Originalquelle in unveränderter Form gestattet. Originalquelle: https://f-news.net/lebenslang-fuer-totraser-zwei-brueder-vernichten-zwei-leben-und-die-politik-schaut-weiter-zu/