Als Hitler im Jahre 1941 die Sowjetunion angriff, glaubte er, in wenigen Wochen das Land erobert zu haben. Blitzkrieg-Vorstellungen und Größenwahn trieben ihn an und niemand in seiner Umgebung konnte ihn bremsen. Er hatte das Großmaul Hermann Göring als Chef der Luftwaffe zur Seite, das ihm den erforderlichen Materialnachschub trotz seiner relativ kleinen Ju88-Maschinen zugesagt hatte. Man schickte die Soldaten in Sommeruniformen gegen Russland und wenige Monate später steckten sie bei Temperaturen von minus 40° fest. Motoren sprangen nicht mehr an, Waffen froren ein und Flugzeuge brachten zu keiner Zeit das erforderliche Material. Das erste Jahr endete mit einer riesigen Pelze- und Winterkleidungs-Sammlung im Reich, um die kampfuntüchtigen Soldaten zumindest vor dem Erfrieren zu retten. Der weitere Verlauf ist bekannt.
Nicht bekannt ist, ob sich die Katastrophe auch bis ins letzte sauerländische Kaff namens Niedereimer herumgesprochen hat, aus dem der gegenwärtig größte europäische Feldherr – so die Jubelpersermedien – stammt. Hört man den Mann reden, so möchte man das verneinen. Wie kann man so dumm sein, die „größte konventionelle Armee Europas“ aufstellen und „russische Übergriffe in der Ukraine erwidern“ zu wollen, wenn der Gegner über Tausende Atomwaffen jeder Größe und Transportmittel – vom Jäger bis zur Überschallrakete – verfügt? Wie kann man eine ausgemauste Bundeswehr ins Verderben schicken wollen, deren Lager für die Ukraine geleert und deren Struktur völlig von der Rolle ist? Die Bundeswehr weist ein Zahlenverhältnis von einem Offizier auf vier Unteroffiziere und Mannschaften aus, was den Gedanken an viele Generale ohne Truppen nahelegt. Während die US-Amerikaner in der Vergangenheit binnen weniger Tage mehrere Brigaden zu Manövern an Russlands Peripherie einflogen und heranschifften, braucht die Bundeswehr fast drei Jahre für den Aufbau einer einzigen Brigade im Ausland, die danach auch noch auf verlorenem Posten steht.
Auf einen USA-Beistand konnte man sich noch nie verlassen
Wer bei der europäischen Kriegshetze auf den Beistand der USA mit ihren Atomwaffen pocht, verdrängt die Historie. Noch keinen ihrer Dutzende Kriege haben die USA seit 1945 gewonnen und ihre „beschützten“ Staaten haben sie überstürzt verlassen, zuletzt Afghanistan. Wer glaubt, ein Donald Trump oder sein Vize und möglicher Nachfolger würden nur den Hauch atomarer Vergeltung für ihr eigenes Land riskieren, um Europa rauszupauken, hat weggehört bei allem, was der US-Präsident und sein Stellvertreter bisher geäußert haben. Deutschland und die anderen aufgeblasen-kriegstrompetenden Europäer würden mit ihrem Angriff auf Russland ins tödliche Risiko laufen. Die Baltischen Intensiv-Kriegsrufer wären als erste dran und ihre Truppen würden sogleich ins Meer geblasen.
Den größenwahnsinnigen Berlinern, die die Atommacht Russland angreifen wollen, muss Stopp geboten werden
Die angeblichen westlichen Friedensbemühungen im Ukrainekrieg drehen sich seit Jahren im Kreise. Die Russlandkriegs-Wiederholungen seit Napoleon erscheinen ähnlich. Nirgendwo ein Lerneffekt. Aus hohler Machtbesoffenheit torkelt man in Berlin mit dem Degen in der Hand gegen das Maschinengewehr eines Gegners, der uns noch nie angegriffen, stets pünktlich geliefert und bezahlt hat. Mangelndes Analysevermögen und Schere im Kopf sind die strategischen Asse, auf die man sich in Berlin stützt.



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