Großhandelspreise steigen um 5,9 Prozent: Die Rechnung war absehbar

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Einzelne Zapfsäule als Symbolbild für steigende Mineralöl- und Großhandelspreise
Symbolbild: Mineralöl war im Mai 2026 der stärkste Treiber der Großhandelspreise.

Die Preise im deutschen Großhandel klettern weiter. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, lagen sie im Mai 2026 um 5,9 Prozent über dem Stand des Vorjahresmonats. Gegenüber April gingen sie zwar um 0,8 Prozent zurück. Das ändert jedoch wenig am kräftigen Anstieg binnen eines Jahres.

Der mit Abstand wichtigste Preistreiber waren Mineralölerzeugnisse. Sie verteuerten sich gegenüber Mai 2025 um 30,5 Prozent. Ohne diesen Bereich hätte das Plus im Großhandel lediglich 0,7 Prozent betragen. Der Effekt zieht sich durch die gesamte Wirtschaft: Höhere Kosten für Kraftstoffe, Transporte und Produktion verschwinden nicht, sondern landen früher oder später bei Betrieben und Verbrauchern.

Überraschend kommt das nicht. Wer Energie verteuert, neue Belastungen beschließt und gleichzeitig auf internationale Konflikte sowie unsichere Lieferketten setzt, muss mit steigenden Preisen rechnen. Trotzdem wird jeder neue Preisschub behandelt, als sei er plötzlich vom Himmel gefallen.

Der monatliche Rückgang bei Mineralöl um 4,5 Prozent liefert allenfalls eine kurze Atempause. Im Jahresvergleich bleibt der Anstieg gewaltig. Die Rechnung für die politische und wirtschaftliche Entwicklung wird längst weitergereicht – vom Großhandel an die Unternehmen und am Ende an die Bürger.

Quelle: Destatis, Pressemitteilung vom 15. Juni 2026

Ein Kommentar zu „Großhandelspreise steigen um 5,9 Prozent: Die Rechnung war absehbar“

  1. Avatar von Dr.Faustus hat beschlossen und verkündet 👈
    Dr.Faustus hat beschlossen und verkündet 👈

    Ja natürlich und genau deshalb gilt… Das ist der Weisheit letzter Schluss… ✍️ …. 🗡️🗡️🗡️🗡️🗡️🔨👈