Ausgerechnet die Grünen fordern jetzt einen „Plan B“ für die Gasversorgung – nachdem sie jahrelang an der Energiepolitik mitgeschraubt haben. Wie ntv berichtet, haben die Grünen eine Sondersitzung des Wirtschaftsausschusses beantragt, weil die Gasspeicherstände deutlich niedriger sind als üblich. Doch während die Speicher sich leeren, setzt die Bundesregierung weiter auf den Markt – und beschwichtigt.
Wirtschaftsministerin Katherina Reiche erklärte laut Bericht, für den laufenden Winter sei die Versorgung gesichert. Für den nächsten Winter seien bereits 60 Prozent der Speicherkapazitäten vermarktet. Staatliche Eingriffe? Nicht vorgesehen. Stattdessen sollen neue Regeln für Speicherbetreiber kommen. Wie genau diese aussehen, ließ die Ministerin offen.
Die Grünen zeigen sich nun unzufrieden. Ihr energiepolitischer Sprecher Michael Kellner monierte, ein echter „Plan B“ sei nicht erkennbar. Auch aus der Linksfraktion kamen Forderungen nach einer zusätzlichen nationalen Erdgasreserve. Die CDU wiederum verlangt schnelle Konzepte und prüft eine strategische Gasreserve nach europäischem Vorbild.
Ja, sind denn alle verrückt geworden? Nein, der Wahnsinn hat Methode. Die Gasspeicher sind nur etwa halb so voll oder halb so leer wie sonst zu dieser Jahreszeit. Eine Kältewelle hat die Lage zusätzlich verschärft. Energiehändler wie Uniper drängen auf neue Befüllungsregeln. Das Ministerium arbeitet nach eigenen Angaben an einer Anschlussregelung für gesetzliche Füllstandsvorgaben. Gleichzeitig verweist die Bundesregierung darauf, dass die Abhängigkeit von russischem Gas ersetzt und der Verbrauch seit 2022 um 15 Prozent gesenkt worden sei. Klar ist, gelöst wird kein einziges Problem! Die Verbraucher zahlen die Zeche oder sitzen am Ende in der kalten Stube und niemand will’s gewesen sein.



Schreibe einen Kommentar