Im Kanton Freiburg sorgt ein Vorstoß für Aufsehen: 34 Grossräte fordern, dass Asylbewerber aus dem Bundesasylzentrum Guglera künftig nicht mehr die normalen Linienbusse nutzen sollen. Zu viele Beschwerden, zu viele belastende Situationen, zu wenig Rücksicht auf die Bevölkerung – so die Begründung, berichten die Freiburger Nachrichten. Für viele Pendler ist der Alltag längst zur Nervenprobe geworden, doch die Regierung bleibt auf Durchzug.
Statt die Sorgen der Menschen ernst zu nehmen, blockt der Staatsrat ab und erklärt den Vorschlag kurzerhand für «nicht angebracht». Diskriminierend sei er, rechtlich heikel und angeblich völlig unnötig. Offiziell habe es seit 2018 nur ein Dutzend Beschwerden gegeben – eine Zahl, die kaum jemand vor Ort glaubt. Wer täglich mit den überfüllten Bussen fährt, kann die politisch korrekte Beschwichtigung aus Bern und Freiburg nur schwer nachvollziehen.
Die Initianten sehen den Punkt längst überschritten: Die Belastung auf der Linie sei real, Konflikte nehme man wahr, auch wenn sie in den Statistiken kaum auftauchen. Doch statt Lösungen gibt es erneut das übliche Mantra: Alles halb so schlimm, kein Handlungsbedarf, weiter so. Die Bevölkerung soll sich damit abfinden, dass ihre Lebensqualität unter der Politik des Wegschauens leidet.
Der Ruf nach einem Pendelbus ist in Wahrheit ein Symptom – nicht die Ursache. Wenn die Regierung immer erst reagiert, wenn es zu spät ist, darf man sich über Misstrauen nicht wundern. Doch wie so oft, wenn es um Migration geht, steht nicht die Sicherheit der Bevölkerung im Mittelpunkt, sondern die Angst, ein politisch unliebsames Thema beim Namen zu nennen.



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