Die Stuttgarter Zeitung steht nach ihrer Berichterstattung zum Tötungsfall in Stuttgart-Nord massiv in der Kritik. Der medienpolitische AfD-Fraktionssprecher im Landtag Baden-Württemberg, Dennis Klecker MdL, spricht von „Fakten-Filtern statt Qualitätsjournalismus“ und wirft der Redaktion vor, wesentliche Informationen bewusst unterschlagen zu haben, wie die AfD-Fraktion im Landtag von Baden-Württemberg erklärt.
Konkret geht es um die Darstellung einer Polizeimeldung. Während die Polizei laut AfD ausdrücklich von einem 32-Jährigen mit palästinensischen Wurzeln und ungeklärter Staatsangehörigkeit gesprochen habe, behauptete die Stuttgarter Zeitung wörtlich, die Polizei habe „keine weiteren Details“ genannt. Für Klecker ist das kein Versehen, sondern gezieltes Weglassen: Herkunftsangaben würden aus politischen Gründen getilgt, während man dem Leser gleichzeitig suggeriere, es habe diese Informationen nie gegeben. Das sei keine journalistische Sorgfalt, sondern eine Form von Desinformation durch Auslassung.
Der AfD-Politiker wirft der Zeitung vor, ihr Publikum nicht mehr informieren, sondern erziehen zu wollen. Genau diese Praxis untergrabe das Vertrauen in Medien nachhaltig. Wer sich mit Ethikrichtlinien schmücke, müsse sich auch daran messen lassen. Eine Nachricht sei eine Nachricht – vollständig, nüchtern und ohne ideologische Schere im Kopf. Alles andere sei kein Journalismus, sondern Meinungslenkung.



Schreibe einen Kommentar