Das geplante EU-Indien-Freihandelsabkommen sorgt für heftigen Widerstand aus den Reihen der FPÖ. Der freiheitliche EU-Abgeordnete Gerald Hauser warnt eindringlich vor massiven Folgen für die europäische und insbesondere die österreichische Landwirtschaft.

Nach Darstellung Hausers laufen die Verhandlungen der EU-Kommission weitgehend im Dunkeln. Weder das Europäische Parlament noch die nationalen Parlamente seien ausreichend eingebunden, während eine Unterzeichnung offenbar bereits kurz bevorstehe. Für Hauser ist das ein demokratiepolitischer Offenbarungseid – zumal zentrale Fragen offenbleiben, welche landwirtschaftlichen Bereiche konkret betroffen sind.

Besonders brisant sei, dass sensible Sektoren wie Fleisch oder Zucker offenbar nicht klar aus dem Abkommen ausgenommen sind. Zollsenkungen oder neue Importquoten könnten einen enormen Preisdruck erzeugen und bäuerliche Existenzen gefährden. Produzenten in Indien arbeiteten unter deutlich niedrigeren Umwelt-, Sozial- und Produktionsstandards, was europäische Betriebe in einen massiven Wettbewerbsnachteil dränge.

Scharfe Worte findet Hauser auch in Richtung EU-Spitze. Nach dem Debakel rund um Mercosur zeige sich erneut, dass in Brüssel nichts gelernt worden sei. Die handelspolitischen Vorhaben der Kommission – allen voran unter Führung von Ursula von der Leyen – stünden im Widerspruch zum Willen der gewählten Mandatare.

Für Hauser ist klar: Solange nicht verbindlich festgeschrieben ist, dass die Landwirtschaft vollständig aus dem EU-Indien-Abkommen herausgenommen wird, bleibt der Deal eine ernsthafte Bedrohung. Transparenz und echte parlamentarische Kontrolle seien unverzichtbar – Freihandel dürfe nicht erneut auf dem Rücken der Bauern ausgetragen werden.

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