Die Deutsche Bank hat dem Bargeld-Aktivisten Hansjörg Stützle ohne Angabe von Gründen das Geschäftskonto gekündigt, über das Spenden für seine erfolgreiche EU-Bargeldpetition gesammelt wurden. Das Konto bestand seit fünf Jahren und lief bei Fyrst, einer Marke der Deutschen Bank.
Stützle ist Initiator einer Petition an das EU-Parlament, die fordert, Bargeld dauerhaft breit nutzbar zu halten und es nicht gegenüber dem geplanten digitalen Euro zu benachteiligen. Über 314.000 Menschen haben die Petition bislang unterzeichnet, überwiegend aus dem deutschsprachigen Raum.
Nach Angaben Stützles können Spenden noch bis Ende Februar auf das gekündigte Konto eingehen. Künftig sollen Unterstützer ihre Zuwendungen über ein neues Konto bei der Sparkasse Salem-Heiligenberg leisten.
Kontoinhaber: Hansjörg Stützle
Bank: Sparkasse Salem-Heiligenberg
IBAN: DE67 6905 1725 0002 0722 13
BIC: SOLADES1SAL
Verwendungszweck: Persönliche Zuwendung Hansjörg Stützle
Der Fall reiht sich ein in eine wachsende Zahl von Kontokündigungen gegen Regierungskritiker. Brisant ist der Zeitpunkt: Kurz zuvor hatte die Wochenzeitung Die Zeit Stützle in einem Porträt mit fragwürdigen Zuschreibungen in die Nähe rechten Gedankenguts gerückt.
Der bekannte Ökonom und Blogger Norbert Häring schreibt dazu: „Ironischerweise hat der Mitorganisator der Petition, Hakon von Holst, eine Chronik der vielen gekündigten Bankkonten von Regierungskritikern erstellt, die laufend aktualisiert wird. In diese muss er nun seinen Mitstreiter Stützle eintragen.“



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