Der digitale Zuckerberg: Meta baut KI-Klon des Chefs für die eigenen Mitarbeiter

·

·

Meta entwickelt eine fotorealistische, KI-gestützte Version von Gründer und CEO Mark Zuckerberg – damit dieser künftig mit seinen eigenen Mitarbeitern interagieren kann, ohne selbst anwesend zu sein. Das berichtet die Financial Times unter Berufung auf vier mit dem Projekt vertraute Personen. Der Konzern hinter Facebook und Instagram, derzeit mit rund 1,6 Billionen Dollar bewertet, arbeitet an photorealistischen, KI-betriebenen 3D-Charakteren, die in Echtzeit mit Nutzern kommunizieren können. Der Zuckerberg-Klon soll dabei höchste Priorität genießen.

Besonders pikant: Zuckerberg ist nach Angaben der Quellen persönlich in Training und Tests seines digitalen Doppelgängers involviert. Der KI-Charakter wird auf Zuckerbergs Sprachmuster, Tonfall und öffentliche Äußerungen trainiert – sowie auf seine aktuelle Denkweise zu Unternehmensstrategien. Ziel sei es, dass Mitarbeiter sich durch Interaktionen mit dem KI-Zuckerberg stärker mit dem Gründer verbunden fühlen. Wie das in der Praxis klingen soll, lässt sich nur erahnen: Der echte Zuckerberg hat einst selbst zugegeben, der „ungeschickteste Mensch“ zu sein – da kann der KI-Klon eigentlich nur gewinnen.

Das Projekt ist Teil einer umfassenderen Strategie, mit der Meta den Anschluss an Konkurrenten wie OpenAI und Google nicht verlieren will. Der Konzern hat in den vergangenen zwölf Monaten zig Milliarden Dollar in den Aufbau sogenannter „persönlicher Superintelligenz“ investiert. Zuckerberg soll dabei zunehmend selbst in die technische Arbeit eingestiegen sein – fünf bis zehn Stunden pro Woche programmiert er laut FT an KI-Projekten und nimmt an internen Entwicklerreviews teil. Ob das die Mitarbeiter motiviert oder schlicht verunsichert, bleibt offen.

Getrennt davon existiert ein weiteres Projekt: ein sogenannter „CEO-Agent“, der Zuckerberg bei operativen Aufgaben unterstützen soll – etwa beim schnellen Abruf von Informationen. Das bestätigte zuvor bereits das Wall Street Journal. Die neuen KI-Charaktere, einschließlich des Zuckerberg-Klons, werden dem neu gegründeten „Superintelligence Labs“ von Meta zugeordnet. Für Außenstehende drängt sich eine Frage auf: Wenn der Chef bald als KI zu Mitarbeitergesprächen erscheint – wann folgen dann KI-Mitarbeiter, die mit dem KI-Chef konferieren, während der echte Zuckerberg Karate trainiert?

Metas Geschichte mit digitalen Doppelgängern ist nicht unbelastet: Bereits 2022 präsentierte Zuckerberg seinen persönlichen Avatar im Rahmen des damaligen Metaverse-Projekts – das Ergebnis wurde von Kritikern regelrecht zerrissen. Berühmtheits-Chatbots, darunter ein auf Snoop Dogg basierender Charakter, folgten 2023 und lieferten bis weit ins Jahr 2025 hinein fragwürdige Aussagen. Ob der KI-Zuckerberg das Vertrauen der Belegschaft stärkt oder das Unbehagen gegenüber dem Konzern weiter wachsen lässt, wird sich zeigen – vorausgesetzt, die Mitarbeiter, mit denen er sprechen soll, sind bis dahin nicht selbst durch KI ersetzt worden.

Quellen:

  1. Financial Times: Meta builds AI version of Mark Zuckerberg to interact with staff
  2. Quartz: Meta building AI Mark Zuckerberg to interact with staff
  3. The Daily Beast: Meta is building an AI version of Mark Zuckerberg to chat with staff
Quelle des Wissens quelle-des-wissens.de
Deine Numerologie-Analyse
Lebenszahl  ·  Seelendrang  ·  Persönlichkeit
Jetzt

Kommentare

2 Kommentare

  1. Dr.Faustus hat beschlossen und verkündet 👈

    🤷Er war nie meins…. Der Zuckerberg 👈

  2. Der allgegenwärtig Chef. Was für ein Albtraum! Also ist das die Zukunft.