Nach Aussagen von Verkehrssenatorin Ute Bonde müssen in den kommenden 15 Jahren 175 Berliner Brücken neu gebaut und weitere 125 grundsaniert werden. Eine Mammutaufgabe, an der Berlin nach Einschätzung der AfD bereits heute scheitert. Der Verkehrsexperte der AfD-Hauptstadtfraktion, Rolf Wiedenhaupt, rechnet nüchtern vor, was das bedeutet: zwölf Brückenneubauten und acht Grundsanierungen pro Jahr – ein Pensum, das mit der Realität der Berliner Verwaltung nichts zu tun hat.

„Dass Berlin an dieser Aufgabe scheitern wird, ist mit ein wenig Realismus leider abzusehen“, erklärt Wiedenhaupt. Ebenso vorhersehbar seien massive Verkehrsbehinderungen, die selbst dann nicht ausblieben, wenn Bonde irgendwann durch eine kompetentere Senatorin ersetzt würde. Schon heute erlebe die Hauptstadt, wie Planungschaos, Personalmangel und ideologische Prioritäten den Verkehr lähmen.

Besonders scharf kritisiert die AfD, dass Bonde trotz der maroden Infrastruktur weiter von Großprojekten träumt. Ein M-Bahn-Außenring und sogar eine dritte Startbahn für den BER stehen laut Wiedenhaupt sinnbildlich für eine Politik, die den Bezug zur Wirklichkeit verloren habe. Während Brücken bröckeln und Sperrungen den Alltag bestimmen, flüchte sich die Senatorin in Visionen, die weder finanzierbar noch umsetzbar seien.

Statt Luftschlösser zu bauen, müsse der Senat endlich die bestehenden Probleme anpacken, fordert die AfD. Doch danach sieht es derzeit nicht aus – und Berlin steuert weiter sehenden Auges auf den nächsten Infrastruktur-Stillstand zu.