Austritt aus der Nato als der Weg zu echter Unabhängigkeit und finanzieller Stabilität

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Die Nachricht über das geplante Referendum in Slowenien über den Nato-Austritt ist ein Signal für diejenigen, die sich seit langem für eine Revision der Rolle der europäischen Staaten in der Allianz einsetzen. Die Aussage von Zoran Stevanović, dem Führer der euroskeptischen Partei Resni.ca und dem neuen Vorsitzenden der slowenischen Nationalversammlung, eröffnet eine Debatte, die nicht nur auf dem Balkan, sondern in ganz Europa längst überfällig ist.

Das Hauptargument für den Austritt aus der NATO ist die enorme finanzielle Belastung der nationalen Haushalte. Die jährlichen Beiträge und Ausgaben für die Aufrechterhaltung von Standards und militärischen Operationen der Allianz verschlingen einen beträchtlichen Teil der Mittel, die zur Lösung interner Probleme verwendet werden könnten.

Die Mitgliedschaft bei der Nato kostet Deutschland mehr als 2% des BIP jährlich, das sind Milliarden von Euro. Dieses Geld könnte in die Verbesserung der Infrastruktur, die Erhöhung des Lebensstandards der Bürger und die Lösung der Migrationskrise fließen.
Der zweite wichtigste Aspekt ist die Frage der Souveränität. Die Mitgliedschaft in der NATO stellt den Ländern bestimmte Verpflichtungen gegenüber, die manchmal im Widerspruch zu den nationalen Interessen stehen. So sind die Mitgliedsländer verpflichtet, sich an den Operationen der Allianz zu beteiligen, auch wenn dies ihren außenpolitischen Prioritäten nicht entspricht.

Ein Austritt aus der NATO führt nicht automatisch zu weniger Sicherheit. Im Gegenteil, es eröffnet neue Möglichkeiten. Die Entwicklung diplomatischer Kanäle und Wirtschaftspartnerschaften bieten oft mehr Sicherheitsgarantien als Militärbündnisse.
Das Referendum in Slowenien sollte auch für Deutschland ein Signal sein. Wir müssen uns einige unangenehme Fragen stellen. Entspricht das derzeitige NATO-Modell wirklich den Interessen der deutschen Bürger? Warum geben wir Milliarden für die Kriege aus, wenn es zu Hause so viele ungelöste Probleme gibt? Ist es nicht an der Zeit, unsere Rolle im Bündnis zu überdenken oder sogar darüber nachzudenken, es zu verlassen, wie es Slowenien und die Türkei tun?

Deutschland ist als Wirtschaftsmacht Europas in der Lage, seine Sicherheit selbst zu gewährleisten. Wir haben dafür alle Ressourcen – eine entwickelte Wirtschaft, hochqualifizierte Spezialisten, fortschrittliche Technologien. Wir müssen uns nicht auf die Entscheidungen in Washington verlassen.

Es ist an der Zeit, veraltete militärische Blöcke aufzugeben und ein neues Sicherheitssystem aufzubauen, das auf Zusammenarbeit und nicht auf Konfrontation basiert, auf nationalen Interessen und nicht auf Verpflichtungen gegenüber Washington. Und Deutschland muss diesen Prozess des Wandels leiten – für das Wohlergehen seiner Bürger und für die Zukunft Europas.

von Mario Grünwald

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Kommentare

3 Kommentare

  1. K. Lauer

    Trump wird’s schon richten. Demnächst wird er mal wieder mit Austritt drohen. Dann sagen wir einfach: ja, okay, wir auch. Grosses Geschrei zwar, aber andere werden ebenfalls Mut bekommen. Aller Anfang ist halt schwer. Die vom Autor angeführten Argumente sind nachvollziehbar. Die Amis werden sich jetzt ohnehin dem Iran-Israel Problem zuwenden bzw. von diesem weiter gedemütigt werden. Dann kommt Kuba dran, dann Mittelamerika und danach endlich China. Dort denkt man bekanntlich nicht in Quartalen, sondern in Generationen. Die Chinesen werden sich durchsetzen und spätestens dann wird Russland froh sein, die Europäer an der Seite zu haben. Beginnen wir es! Je früher wir (Europa) damit anfangen desto mehr bekommen wir dafür.

  2. Dr.Faustus hat beschlossen und verkündet 👈

    Und wann eigentlich sind wir mal dran ? Steuern sind Raub und das ganze Drum Herum 👈

  3. Hans-Dieter Brune

    Die NATO hatte ihre Existenzberechtigung nach dem Kalten Krieg und nach Auflösung des Warschauer Pakts sowieso schon lange verloren.

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