Was klingt wie ein makabrer Bürokratieirrtum, ist in Australien seit Jahren Realität: Eltern kassieren staatliche Leistungen für Totgeburten – und zwar auch dann, wenn es sich um eine späte Abtreibung handelt. Genau das beschreibt eine aktuelle Zusammenfassung bei Kla.TV, aus der klar hervorgeht, wie weit der Staat die Tür für fragwürdige Anreize geöffnet hat.
Der sogenannte „Baby Bonus“ soll eigentlich trauernde Eltern nach einer Totgeburt unterstützen. Doch weil die Behörden keinerlei Unterschied zwischen natürlichem Verlust und gezielt herbeigeführtem Tod des Kindes machen, fällt auch die Abtreibung nach der 20. Schwangerschaftswoche darunter. 4.200 Australische Dollar – oder sogar rund 22.000 Dollar bei Inanspruchnahme von „Elternzeit“ – können damit auch für eine gezielte Fetozid-Prozedur ausgezahlt werden.
Die Praxis ist kein Schlupfloch, sondern System: Laut der australischen Rechtswissenschaftlerin Joanna Howe werden in South Australia rund 75 % der späten Abtreibungen an gesunden Kindern vorgenommen, anschließend als Totgeburt deklariert – und damit förderfähig. Die Prozedur selbst liest sich wie aus einem medizinischen Albtraum: Eine Injektion direkt ins Herz des Ungeborenen, um den Herzschlag zu stoppen, anschließend wird die Geburt künstlich eingeleitet.
Seit über einem Jahrzehnt ist dieses Modell bekannt, doch die Regierung hält unbeirrt daran fest. Christen, Familienverbände und Lebensschutzinitiativen in Australien sprechen inzwischen offen vom Verlust jeglichen Respekts gegenüber ungeborenem Leben. Und tatsächlich drängt sich eine Frage auf: Wenn selbst der Staat Abtreibungen indirekt finanziell belohnt – wohin soll diese Entwicklung noch führen?
Quelle: kla.tv/39480



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