Österreich. Nach einem gewalttätigen Vorfall am Rande eines Burschenschafter-Treffens in Leoben ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts der Wiederbetätigung und der versuchten schweren Körperverletzung. Laut Medienberichten soll ein Taxifahrer attackiert worden sein, nachdem Fahrgäste in seinem Wagen nationalsozialistische Parolen gerufen haben sollen. Der Fahrer habe die Personen daraufhin nicht befördern wollen und die Polizei verständigt.
Nach Darstellung der Krone soll der Taxilenker anschließend mit Schlägen und Tritten angegriffen worden sein. Die Ermittlungen führt unter anderem das Landesamt Staatsschutz und Extremismusbekämpfung. Die Staatsanwaltschaft Leoben wartet demnach auf weitere Berichte; neue Erkenntnisse werden frühestens gegen Ende Juli erwartet.
Der Standard berichtet, unter den Verdächtigen sollen führende Personen aus dem Umfeld der Identitären Bewegung sein. Genannt wird unter anderem Yannick Wagemann. Außerdem soll ein weiterer Verdächtiger bis vor kurzem als parlamentarischer Mitarbeiter für die FPÖ tätig gewesen sein.
Die FPÖ erklärte laut Krone, es handle sich um keinen aktuellen parlamentarischen Mitarbeiter. Detaillierte personenbezogene Angaben könne man aus rechtlichen Gründen nicht machen. Über den Vorfall selbst sei der Partei nichts Näheres bekannt, das über die mediale Berichterstattung hinausgehe.
Politisch aufgegriffen wurde der Fall von der SPÖ. In einer Aussendung fordert SPÖ-Bundesgeschäftsführer Klaus Seltenheim Innenminister Gerhard Karner auf, eine Ausweisung des deutschen Staatsbürgers Yannick Wagemann zu prüfen. Die SPÖ stellt Wagemann dabei in das politische Umfeld von FPÖ-Chef Herbert Kickl und spricht von einem mutmaßlich rechtsextremen Übergriff.
Ein eigenes Statement Kickls zu den Vorwürfen war zunächst nicht auffindbar. Festzuhalten bleibt: Es handelt sich derzeit um laufende Ermittlungen und Verdachtslagen. Für alle genannten Personen gilt die Unschuldsvermutung.




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